Verborgene Schätze: Die schönsten Dörfer des Trentinos
Trento, Februar 2026: In den Tälern des Trentino vereinen sich Natur, Geschichte und lebendige Tradition auf engstem Raum – besonders in elf kleinen Ortschaften, die Teil der Vereinigung „I borghi più belli d’Italia“ sind und offiziell zu den schönsten Dörfern Italiens zählen. Zwischen Dolomiten-Gipfeln und Gardasee eröffnen sie eine Welt aus spannenden Geschichten über historische Bauwerke, jahrhundertealte Bräuche und außergewöhnliche Naturkulissen.
Burgen, Flusslandschaften, Venezianischer Flair und Handelsgeschichte
Caldes im Val di Sole verdankt seinen Namen einer versiegten Heißwasser-Quelle. Sein markantes Castel Caldes aus dem 13. Jahrhundert und die Festung Rocca di Samoclevo überwachten einst das Tal und werden heute als Ausstellungsorte genutzt. Als Herz einer Gemeinde mit sieben Ortsteilen bietet Caldes zudem abwechslungsreiche Urlaubs- und Freizeitangebote direkt am Fluss Noce – darunter ein Rafting- und Multisport-Center.
Ossana im oberen Val di Sole liegt am Fuße der Gipfel der Presanella-Gruppe und wird von der Burg San Michele dominiert, die bereits in der Bronzezeit besiedelt war und heute der Öffentlichkeit offen steht. Nicht verpassen sollte man das Haus der Fresken mit seinen mittelalterlichen Bilddekorationen. Zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Ort mit rund 1.000 Krippen in die wichtigste Krippenausstellung der Region.
Borgo Valsugana, der Hauptort der Bassa Valsugana, versprüht venezianisches Flair. Der imposante Castel Telvana und der Fluss Brenta prägen das Bild des Ortes und verleihen ihm eine besondere Atmosphäre. Entlang des Lungo Brenta führen breite Säulengänge zur „Venezianischen Brücke“, einem Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert. Das Dorf hat seinen mittelalterlichen Charme bewahrt und lädt mit seinen engen Gassen, Eingangshallen und Höfen zum Flanieren ein.
Ebenfalls in Valsugana gelegen trifft man in Pieve Tesino nicht nur auf die Heimat des Staatsmannes Alcide De Gasperi (1881-1954), sondern vor allem auf die Geschichte des Buchdrucks, insbesondere die der Kunstdruck-Händler. Von Pieve Tesino zogen sie in die Welt hinaus. Das Museum „Per Via“ dokumentiert diese Epoche des Handels und Kulturtransfers mit zahlreichen Exponaten.
Dolomitenblicke, alpine Lebensart und ländlicher Charme
Mezzano am Fuße der Dolomitengruppe Pale di San Martino ist geprägt von künstlerischer Holzarchitektur und einem eindrucksvollen Dolomitenpanorama. Der alpine Lebensstil zieht sich durch die verwinkelten Gassen und kleinen Plätze und lädt auf roten Stühlen zum Verweilen ein. Wer die Glocke am jeweiligen Stuhl läutet, erhält kurz darauf Besuch von Dorfbewohnern, die Anekdoten und Geschichten aus dem Dorfleben teilen.
Als Wiege der ladinischen Kultur gilt das Dorf Vigo di Fassa, welches eine der ältesten gotischen Wallfahrtskirchen beherbergt: die nach der Schutzpatronin des Val di Fassa benannte Santa Giuliana. Der Aussichtspunkt Ciampedìe, das Tor zum Valle del Vajolet und zur Gruppo del Catinaccio, ist bequem mit der Seilbahn erreichen. Von hier lässt sich zum Sonnenuntergang die charakteristische rosa Färbung der Dolomiten besonders genießen.
San Lorenzo, das malerische Bauerndorf am Fuße der Brenta-Dolomiten unweit des Lago di Molveno, ist aus einem Zusammenschluss von sieben Weilern entstanden. Überall in den Weilern ist auch heute noch die an anderen Orten selten gewordene ländliche Architektur vorherrschend, wie zum Beispiel die befahrbaren Rampen „pont“, über die früher das Heu in die Speicher transportiert wurde.
Eine kulinarische Spezialität ist in San Lorenzo die Ciuìgam: eine kräftige Wurst aus Schweinefleisch und gekochten Rüben.
Tradition der Köhler, Haus der Künstler und eine besondere Sprachinsel
Das Bergdorf Bondone, in der Nähe des Lago d’Idro gelegen, entstand als Dorf der Köhler. Schmale, mittelalterliche Gassen mit Kopfsteinpflaster und Straßenbögen prägen das Ortsbild. Über den Winter verweilten die Köhler mit ihren Familien in Bondone, um im Frühjahr in die benachbarten Täler zu ziehen und dort Holzkohle herzustellen, bis sie im Herbst wieder nach Hause kehrten.
Canale di Tenno, nur wenige Kilometer vom Gardasee entfernt, verzaubert mit gepflasterten Gassen, hübschen Steinhäusern, Kunsthandwerksläden und traditionellen Lokalen. Im international bekannten Haus der Künstler „Giacomo Vittone“ finden von März bis Dezember Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Der fast kreisrunde, smaragdgrüne Lago di Tenno ist ein beliebter Badesee abseits des Trubels.
Der abgeschiedene Ort Luserna/Lusérn auf der Alpe Cimbra liegt inmitten einer atemberaubenden Landschaft und beherbergt die letzte zimbrische Sprachinsel, in der ein altertümlicher bayerischer Dialekt von rund 90 Prozent der Einwohner noch fließend gesprochen wird. Das „Centro Documentazione Lusérn“ in einem restaurierten Bauernhaus widmet sich der zimbrischen Kultur, Geschichte und den Traditionen des Dorfes.
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Über das Trentino - So vielfältig und bunt wie die vier Jahreszeiten
Die autonome Provinz Trentino in Norditalien zwischen den Dolomiten und dem Gardasee präsentiert sich als Urlaubsziel für 365 Tage im Jahr. Hier vereint sich mediterraner Lebensstil mit alpinen Traditionen, schroffe Gipfel treffen auf sonnige Weinberge und glasklare Seen – übrigens mehr als 300 an der Zahl.
Im Winter lockt eine Vielfalt an unterschiedlichen Wintersportangeboten, im Frühling verwandeln sich die Obstbaum-Plantagen in ein pastellfarbenes Blütenmeer und dank des milden Klimas starten Natur- und Sportliebhaber wieder durch.
Der Sommer steht ganz im Zeichen des Wassersports auf den über 300 Seen, dazu Wanderungen, Radtouren und rasante Mountainbikemöglichkeiten. Hübsche Städte wie Trento und Rovereto laden zu kulturellen Entdeckungen ein, dazu locken unzählige Schlösser, historische Burgen, Museen und Musikveranstaltungen.
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